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Oberwalliser Turnfest 2012

OK-Präsident Franz Ruppen steht Red und Antwort

 

 


Vom 15. – 17. Juni 2012 geht in Naters das Oberwalliser Turnfest über die Bühne. Es werden an die 3'000 Aktive erwartet. Die Ziele des Organisationskomitees sind hoch. Franz Ruppen hat sich bereit erklärt, das Organisationskomitee zu präsidieren und diesen Anlass zum Erfolg zu führen. Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt.

 

 



Franz Ruppen
OK-Präsident

 

 

Welche Beziehung haben Sie zum TV Naters?

Ich war nie Aktivmitglied des TV Naters. Ich kenne aber selbstverständlich sehr viele Mitglieder des TV Naters persönlich. Zudem war ich in den letzten Jahren sehr oft als Vertreter des FC Naters oder als Vertreter der Gemeinde Naters an der GV des TV Naters anwesend.

 

Welche Erwartungen haben Sie an das Oberwalliser Turnfest 2012 in Naters?

Das Oberwalliser Turnfest soll zu einem unvergesslich schönen Ereignis für alle Beteiligten werden. Der Sport soll im Zentrum stehen, aber Geselligkeit und soziale Kontakte sollen sicherlich nicht zu kurz kommen. Wir wollen mit dem Turnfest aber auch die Besucher und Gäste für unser Dorf Naters begeistern und sie auf das Oberwallis aufmerksam machen. Und schliesslich soll das Turnfest für die organisierenden Vereine auch in finanzieller Hinsicht ein Erfolg werden.

 

Wie laufen die Vorbereitungen?

Der Leitende Ausschuss ist seit gut zwei Jahren an der Arbeit. Auch in den verschiedenen Ressorts wird seit rund eineinhalb Jahren selbständig und intensiv gearbeitet. Ca. alle zwei bis drei Monate findet eine OK-Sitzung statt, an welcher die Schnittpunkte zwischen den Ressorts diskutiert und koordiniert werden. Alle OK-Mitglieder sind mit Engagement dabei. Allerdings mussten auch wir feststellen, dass sich die Suche nach Sponsoren vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Situation schwieriger gestaltet als auch schon.

 

Sie sind beruflich wie politisch stark engagiert. Wie können Sie alles unter einen Hut bringen?

Das ist alles eine Frage der Organisation; und man muss diese Tätigkeiten mit Freude und Überzeugung ausführen. Ich war neben meinem beruflichen und politischen Engagement in den letzten Jahren auch schon in anderen Vereinen und OKs tätig wie z.B. im FC Naters, im OK der Belalp Hexenabfahrt, im OK des Juniorenturniers Cup of the alps usw. Es ist allerdings schon so, dass das alles ein enormes zeitliches Engagement verlangt und dass mir sehr oft nicht mehr viel Freizeit verbleibt.

 

Sie sind auch mit dem FC Naters stark verwurzelt. Wie sehen Sie die Zukunft dieser beiden Vereine?

Die Vereine müssen im Dorf stark verwurzelt sein und richtige Dorfvereine bleiben. Das ist für die Identifikation der Bevölkerung mit den Vereinen sehr wichtig. Der FC und der TV gehören zu den grössten Dorfvereinen, die auch vielen Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bieten. Das muss so bleiben. Dies ist aber nur möglich dank des grossen freiwilligen Engagements von vielen Vorstandsmitgliedern, Trainern und Helfern. Diesen gebührt dafür ein herzliches Vergelt’s Gott!

 

Welche Infrastrukturen müssten in Naters noch verbessert werden, damit sich alle Altersschichten sportlich betätigen können?

Es sind momentan zu wenige Möglichkeiten vorhanden, damit die verschiedenen Sportvereine, die diversen Turngruppen etc. am Abend ihre Trainings und Turnstunden unter optimalen Bedingungen durchführen können. Mit dem Neubau der Turnhalle Bammatta sollte diese Situation ab Sommer 2012 verbessert werden. Auch mit dem Neubau des Garderobengebäudes beim Sportplatz Stapfen soll die Infrastruktur für die Sportvereine wie FC und TV verbessert werden.

 

Welche Wünsche haben Sie an die Bevölkerung von Naters, damit das Oberwalliser Turnfest 2012 zum Erfolg wird?

Ich wünsche mir, dass die Bevölkerung von Naters unser Turnfest unterstützt, sei es durch den Kauf von Tombolas oder durch Gönnerbeiträge, dann aber vor allem auch durch einen grossen Zuschaueraufmarsch am Turnfest selber, sei es auf den Wettkampfplätzen oder im Festzelt. Und ich hoffe, dass wir in Bezug auf die durch den Festbetrieb verursachten Lärmemissionen auf entsprechendes Verständnis zählen können.

 

Brig, Naters und Visp intensivieren in vielen Bereichen die Zusammenarbeit. Im Sportbereich gilt immer noch das kommunale Denken. Würde Ihrer Meinung nach ein breiteres Zusammengehen dem Spitzensport mehr bringen?

Ja, ganz klar. Denn auf die Dauer kann der Spitzensport nur durch eine breite regionale Unterstützung effizient unterstützt und gefördert werden.

 

Eine letzte Frage: Treiben Sie selber noch Sport?

Dazu bleibt mir aufgrund meiner diversen Tätigkeiten leider keine Zeit. Ich unternehme aber im Sommer sehr gerne die eine oder andere Wandertour.

 

Wir danken Ihnen für Ihr Engagement für den TV Naters und wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Durchführung des Oberwalliser Turnfestes 2012.

 

 


 

 

 

TV Naters trotz der 75 Jahre gut in Schuss?

 

 

Vom 15. – 17. Juni 2012 organisiert der TV Naters das Oberwaliser Turnfest. Kürzlich hat der TV - Naters sein 75jähriges Bestehen gefeiert. Trotz seiner Jahre scheint er gut in Schuss zu sein, denn die Organisation eines solchen Anlasses lässt auf gesunde Kräfte schliessen. Wir haben uns mit Ambros Ritz, einem langjährigen Aktiven und ehemaligen Präsidenten dieses Vereins unterhalten.



Ambros Ritz
Ehrenmitglied TV Naters

 

 

Herr Ritz, der TV Naters organisiert vom 15. – 17. Juli 2012 das Oberwalliser Turnfest. Welche Beziehungen haben Sie heute noch mit dem TV Naters?

Als Ehrenmitglied pflege ich immer noch gute Beziehungen zum Verein. Als Turner verhalte ich mich heute eher passiv. Ich habe mir aber vorgenommen,  nach der Pensionierung wieder vermehrt in die Turnhalle zurück zu kehren und meinen körperlichen Fähigkeiten entsprechend in einer Riege aktiv mitzumachen.

 

Was bringt Ihrer Meinung die Durchführung eines solchen Grossanlasses?

Ein Grossanlass wie dieses Fest bringt Bewegung ins Dorf. Innerhalb des Vereins findet bestimmt ein „sich Näherrücken“ statt. Es werden organisationsbedingt vermehrte Kontakte zu andern Dorfvereinen und zur Dorfbevölkerung stattfinden. Dieser Anlass findet bestimmt  Aufmerksamkeit und Wertschätzung der Verbände, welche Verantwortung im technischen Bereich mittragen. Und nicht zu vergessen sind die ausserkantonalen Reaktionen, sei es über die Presse oder auch über die Gastsektionen,  die erfahrungsgemäss immer gerne ins schöne Oberwallis kommen.

Ein solcher Anlass sollte natürlich auch finanziell lohnenswert sein, damit der Verein Reserven für das Vereinsleben in den Jahren ohne Turnfest anlegen kann.

 

Sie sind mit dem TV Naters gross geworden und haben mit diesem Verein Hochs- und Tiefs erlebt. Welche positiven Erinnerungen haben Sie an diesen Verein?

Ach, mehrere. Wenn ich nur an meine Jugend denke, kommen mir die stetigen Rivalitäten zwischen Brig und Gampel  in den Sinn. Diese hatte es schon in der Jugendriege gegeben und fanden später auch bei den Sektionswettkämpfen der „Grossen“ statt.  Die ausländischen Turnfestbesuche in Lustenau (Vorarlberg) und die Teilnahme an den eidgenössischen Turnfesten in Luzern, Bern, Genf und Winterthur sind für mich ebenfalls unvergessliche Erlebnisse.

 

Organisatorischerseits bleiben für mich die Auftritte von Beny Rehmann, Hazy Osterwald und vor allem das unverschuldete Fernbleiben der verheissungsvollen Trinidad-Steel-Band unvergessen. Ich bin noch heute allen guten Geistern dankbar, die mich und damit den TVN bei den verschiedensten Anlässen organisatorisch und unentgeltlich unterstützt haben.

 

Während Ihrer Präsidialzeit war der TV Naters das Aushängeschild im Oberwallis, was die Leichtathletik betrifft. Kantonale wie schweizerische Erfolge waren die Früchte dieses Bemühens. Eine einmalige Erfolgsstory?

Von einer einmaligen Erfolgsstory zu sprechen wäre in diesem Fall bestimmt vermessen. In der Tat war der TV- Naters eines der Aushängeschilder in der Oberwalliser Turnerwelt. Ich durfte damals mit  Stolz einem Verein vorstehen, welcher durch die Leichtathletik schweizerisch erfolgreiche Geschichte schrieb. Daneben waren aber auch die Jugendriege, die Kunstturner und die Volleyballer zumindest auf kantonaler Ebene sehr erfolgreich. Alle diese Erfolge zusammen beurteilt kann als Erfolgsstory, aber keineswegs als einmalige bezeichnet werden.

 

Der Turnverein Naters hat seine sportliche Palette im Verlaufe der Jahre erweitert. Heute findet Jung wie Alt ein breites Angebot an sportlichen Aktivitäten. Der Breitensport wird immer wichtiger. Wie sehen Sie diese Entwicklung?

Die Erweiterung der turnerischen Angebote für Jung und Alt finde ich lobenswert. Es wird von den Verantwortlichen viel Einsatz und Arbeit abverlangt. Es lohnt sich aber meines Erachtens sich dafür einzusetzen, denn die Konkurrenz im Bereich Fitness ist verlockend. Der grosse Trumpf der Turnvereine liegt aber im gesellschaftlichen Bereich. Die Anpassung der sportlichen Palette ist sehr wichtig und verlangt entsprechend Führungspersönlichkeiten mit Sozialkompetenz. Vakanzen, sowohl im administrativen wie auch im technischen Bereich, mag es dafür keine dulden. Kurz gesagt, die Mitglieder müssen nicht nur Mitturnen, sondern nach Möglichkeit auch Verantwortung übernehmen.

 

Wie sehen Sie das sportliche Zusammengehen der verschiedenen Vereine im Oberwallis für die Zukunft, denken wir an die Turn- wie an die Fussballvereine?

Wenn Zusammengehen mit Zusammenarbeit gemeint ist, dann klar ja. Übrigens hatte ich schon während meiner Präsidialzeit  Gespräche mit dem FCN in dieser Richtung .Es ging dabei primär die Jugend von Naters für den Sport zu gewinnen und sie in einem zweiten Schritt je nach Talent für den entsprechenden Sportverein zu begeistern.

 

Was wünschen Sie dem TV Naters für die Zukunft?

Viele sportliche Erfolge und eine konstruktive, vereinsübergreifende enge Zusammenarbeit mit der Damen- und Männerriege. Ein Highlight wäre  eine Zusammenlegung dieser Vereine. Hier läge bestimmt viel Potenzial und Effizienz in der Führungsarbeit drin. Und nicht vergessen: „zämu wäri wer stercher“.

 

Eine letzte Frage: Ist der TV Naters trotz seiner 75 Jahre noch gut in Schuss?

Ich meine ja.  Schuss und Fitness sind letztlich immer davon abhängig, wie man sich fühlt. Hochs und Tiefs kommen in jedem Verein vor. Der TVN befindet sich mit seiner Angebotspalette in einer zufriedenstellenden Situation, die es zu halten und auszubauen gilt. Der Sport, insbesondere der Turnsport, hat nach wie vor einen wichtigen Stellenwert in unserer modernen Gesellschaft. Ich wünsche den Verantwortlichen weiterhin Erfolg und Ausdauer.

 

Besten Dank für Ihr langjähriges Engagement für den TV Naters wie für dieses Interview!